Vor 10 Jahren habe ich angefangen, mein Wissen in Workshops weiterzugeben. Damals war vieles noch kleiner, improvisierter und sicher auch ein bisschen unperfekter. Aber die Idee war von Anfang an klar: Ich wollte zeigen, dass nachhaltiges Selbermachen nicht kompliziert sein muss.

Heute, 10 Jahre später, blicke ich auf unzählige Workshops, besondere Begegnungen, viele Fragen, Experimente, Gespräche und selbstgemachte Produkte zurück. Und ich bin sehr dankbar für alles, was daraus entstanden ist.

Warum Selbermachen für mich so wichtig ist

Ich bin überzeugt: Selbermachen macht glücklich, unabhängig und nachhaltiger.

Wer ein Pflegeprodukt, ein Putzmittel, eine Kerze oder ein kleines Alltagsprodukt selbst herstellt, bekommt ein anderes Gefühl für Materialien, Zutaten und Ressourcen. Plötzlich wird sichtbar, was wirklich in einem Produkt steckt. Man versteht besser, was nötig ist – und was vielleicht auch überflüssig ist.

Genau das ist für mich bis heute der Kern meiner Arbeit. Ich möchte keine komplizierten Speziallösungen zeigen, sondern einfache, alltagstaugliche Wege. Nachhaltigkeit soll nicht nach Verzicht klingen, sondern nach Gestaltungsspielraum. Nach dem guten Gefühl, etwas mit den eigenen Händen gemacht zu haben.

Von Naturkosmetik bis Putzmittel: Was in 10 Jahren entstanden ist

In den letzten Jahren sind viele unterschiedliche Workshopformate gewachsen. Einige begleiten mich schon sehr lange, andere sind später dazugekommen.

In meinen Naturkosmetik-Workshops stellen wir einfache Pflegeprodukte her – zum Beispiel Bodymousse, Lippenpflege, feste Shampoos, Deo, Badepralinen oder Peelings. Dabei geht es nicht nur um das fertige Produkt, sondern auch um das Verständnis für Rohstoffe, Verarbeitung, Haltbarkeit und sinnvolle Rezepturen.

Ein weiteres wichtiges Thema sind ökologische Putzmittel. Viele Reinigungsmittel lassen sich mit wenigen Grundzutaten selbst herstellen. Natron, Soda, Zitronensäure, Essig, Alkohol oder Kernseife können im Haushalt unglaublich vielseitig eingesetzt werden. Auch hier ist mein Ziel: weniger unnötige Inhaltsstoffe, weniger Verpackungsmüll und mehr Klarheit.

Dazu kamen über die Jahre viele kreative Themen wie Duftkerzen aus Rapswachs, Terrazzo-Schmuck, Kräuter- und Blütensalze, Trockenblumenkränze, Macramé oder Upcycling-Projekte. Manche Workshops sind ruhig und konzentriert, andere lebendig und voller Gespräche. Genau diese Mischung liebe ich sehr.

Workshops als gemeinsame Erfahrung

Was mich nach 10 Jahren immer noch berührt: Workshops sind mehr als nur Anleitungen.

Natürlich geht es darum, etwas herzustellen und mit einem schönen Ergebnis nach Hause zu gehen. Aber oft passiert dabei noch mehr. Menschen kommen ins Gespräch, probieren etwas Neues aus, helfen sich gegenseitig, lachen über kleine Fehler und merken, dass Selbermachen viel zugänglicher ist, als sie vorher gedacht haben.

Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen nach einem Workshop wieder. Manche bringen Freundinnen, Kolleginnen oder Familienmitglieder mit. Andere empfehlen mich weiter oder verschenken einen Workshop. Über die Jahre ist dadurch eine kleine Community entstanden, für die ich sehr dankbar bin.

Team-Events, Firmenworkshops und DIY-Stationen

Ein großer Teil meiner Arbeit sind inzwischen auch Workshops für Unternehmen und Teams.

Gerade im Arbeitsalltag kann es sehr wertvoll sein, gemeinsam etwas Praktisches und Kreatives zu machen. Ein Team-Event muss nicht laut, künstlich oder überladen sein. Manchmal reicht ein Tisch voller guter Materialien, eine klare Anleitung und genug Raum, um gemeinsam ins Tun zu kommen.

Für Firmen biete ich unter anderem Workshops zu Naturkosmetik, Duftkerzen, Kräuter- und Blütensalzen, Terrazzo, nachhaltigen Putzmitteln oder kreativen DIY-Stationen an. Die Formate lassen sich je nach Gruppengröße, Anlass und Zeitrahmen anpassen – ob als Team-Event, Gesundheitstag, Sommerfest, Weihnachtsfeier oder offene Kreativstation.

Mir ist wichtig, dass solche Veranstaltungen nicht nur „nett“ sind, sondern wirklich etwas mitgeben: Wissen, Inspiration, ein schönes Produkt und vielleicht auch den Impuls, im Alltag ein paar Dinge bewusster zu gestalten.

Aus Workshops wurden Bücher

Aus vielen Jahren Workshop-Erfahrung sind inzwischen auch Bücher entstanden. Darin bündele ich Rezepte, Grundlagenwissen und praktische Tipps, damit Menschen auch zu Hause weiter experimentieren können.

Meine Bücher sind keine Sammlung komplizierter Anleitungen, sondern sollen den Einstieg erleichtern. Viele Rezepte wurden über Jahre in Workshops ausprobiert, angepasst und vereinfacht. Dadurch weiß ich, wo typische Fehler passieren, welche Fragen immer wieder auftauchen und wie Anleitungen wirklich verständlich werden.

Das ist mir besonders wichtig: Die Rezepte sollen nicht nur schön klingen, sondern im Alltag funktionieren.

Danke für 10 Jahre Vertrauen

Mein 10-jähriges Jubiläum war für mich ein guter Moment, um kurz innezuhalten.

Ich bin dankbar für alle, die in den letzten Jahren Teil davon waren: für Workshopteilnehmerinnen und Workshopteilnehmer, Firmenkundinnen und Firmenkunden, Kooperationspartnerinnen, Leserinnen, Stammkundinnen, Freundinnen, Nachbarinnen und alle, die meine Arbeit weiterempfohlen oder unterstützt haben.

Ohne euch wäre aus dieser Idee nicht das geworden, was sie heute ist.

Und gleichzeitig fühlt es sich nicht wie ein Abschluss an, sondern eher wie ein neuer Abschnitt. Ich habe weiterhin viele Ideen: neue Workshopformate, digitale Rezepte, Bücher, vielleicht mehr Videos und noch mehr Inhalte, die nachhaltiges Selbermachen einfacher machen.

Danke für 10 Jahre gemeinsame Kreativität, Neugier und Vertrauen.

Ich freue mich auf alles, was noch kommt.

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